Datum: 6. August 2026 um 11:05 Uhr
Alarmierungsart: DME
Einsatzart: B
Einsatzort: A 61
Fahrzeuge: ELW1, HLF20, KdoW, LF20 KATS, MTF, MZF2, TLF16/25, TLF24/50
Weitere Kräfte: BKI RPK, Fachfirma, Feuerwehr Bobenheim-Roxheim, Feuerwehr Böhl-Iggelheim, Feuerwehr Ludwigshafen, Feuerwehr Mutterstadt, Feuerwehr Speyer, Feuerwehr VG Dannstadt-Schauernheim, Feuerwehr VG Lambsheim-Heßheim, Feuerwehr VG Maxdorf, Feuerwehr VG Rheinauen, Feuerwehr VG Römerberg-Dudenhofen, LBM RLP, Ordnungsbehörde, Polizei RLP, Rettungsdienst, SEG-San, SEG-V, Stadtverwaltung
Einsatzbericht:
Waldbrand an der A61 erfolgreich gelöscht
Großflächiger Waldbrand auf rund 50.000 Quadratmetern – rund 200 Einsatzkräfte im Einsatz – enorme Herausforderungen durch Trockenheit, Hitze und fehlende Löschwasserversorgung – eine verletzte Einsatzkraft
Die Feuerwehr Schifferstadt wurde am Vormittag, kurz nach 11:00 Uhr, zunächst zu einem kleinen Flächenbrand mit einer Größe von 25 m² entlang der Bundesautobahn 61 alarmiert. Nach ersten Erkenntnissen wurde das Feuer vermutlich durch einen geplatzten Reifen eines Lastkraftwagens ausgelöst.
Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und des teils kräftigen Windes breitete sich das Feuer jedoch innerhalb kürzester Zeit rasant auf den angrenzenden Mischwald aus. Die Lage entwickelte sich dynamisch, sodass das Alarmstichwort bereits in der Anfangsphase erhöht und umgehend weitere Einsatzkräfte nachalarmiert wurden.
Im weiteren Einsatzverlauf erfasste das Feuer eine Waldfläche von rund 50.000 m². Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, wurde der Brand von mehreren Seiten gleichzeitig bekämpft. Die Einsatzkräfte gingen von zwei Abschnitten der voll gesperrten Autobahn als auch vom Wald aus gegen die Flammen vor. Mit zahlreichen Strahlrohren konnte das Feuer schrittweise eingedämmt werden. Gegen 13:00 Uhr war der Brand unter Kontrolle, um 17:00 Uhr konnte schließlich „Feuer aus“ gemeldet werden.
Eine besondere Herausforderung stellte die Löschwasserversorgung dar. Auf der Autobahn stehen keine Hydranten zur Verfügung, weshalb das benötigte Löschwasser ausschließlich im Pendelverkehr zur Einsatzstelle transportiert werden musste. Insgesamt sieben Tanklöschfahrzeuge mit einem Fassungsvermögen von bis zu 22.000 Litern je Fahrzeug stellten die Wasserversorgung sicher. Im Verlauf des Einsatzes wurden mehrere hunderttausend Liter Wasser zur Brandbekämpfung eingesetzt.
Die Löscharbeiten endeten jedoch nicht mit dem Ablöschen der sichtbaren Flammen. Waldbrände brennen sich häufig bis zu 25 Zentimeter tief in den Waldboden ein. Diese Glutnester müssen aufwendig mit Handwerkzeugen freigelegt und unter erheblichem Wassereinsatz vollständig abgelöscht werden, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Hierbei kamen unter anderem Wärmebildkameras zum Einsatz, mit denen verbliebene Hitzequellen zuverlässig lokalisiert werden konnten. Der betroffene Bereich wird im Laufe des Abends mehrfach kontrolliert.
Insgesamt waren rund 200 Einsatzkräfte im Einsatz. Die Feuerwehr Schifferstadt wurde dabei von allen Feuerwehren des Rhein-Pfalz-Kreises, den Feuerwehren der Städte Ludwigshafen und Speyer sowie den Schnelleinsatzgruppen des Katastrophenschutzes Rhein-Pfalz-Kreis unterstützt.
Vor Ort verschafften sich zudem Bürgermeisterin Ilona Volk sowie der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Rhein-Pfalz-Kreises, Rainer Schädlich, einen Überblick über die Lage.
Die hohen Temperaturen, die starke Rauchentwicklung und die körperlich äußerst anspruchsvollen Nachlöscharbeiten stellten für alle Einsatzkräfte eine enorme Belastung dar.
Während des Einsatzes wurde vorsorglich eine Warnung der Bevölkerung wegen möglicher Geruchsbelästigung herausgegeben. Diese konnte gegen 16:30 Uhr wieder aufgehoben werden. Die aufgrund des Einsatzes voll gesperrte A61 wurde nach Abschluss der Maßnahmen gegen 18:30 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben.
Während des Einsatzes wurde eine Einsatzkraft leicht verletzt und medizinisch versorgt. Die Polizei führt die Ermittlungen zur Brandursache und Schadenshöhe fort.









